Für alle, die nicht gerne lesen, gibt es hier eine Zusammenfassung.
Seit 1986 bin ich nun Gärtner und allen guten Traditionen und Fertigkeiten des Handwerks, die ich von vielen erfahrenen Meistern erlernen durfte, treugeblieben. Eine Pflanze ist für mich keineswegs ein Konsumgut, das hergestellt wird, um es zu verkaufen. Für mich sind es lebende Wesen. Das werden Sie feststellen, wenn Sie meine Pflanzen einmal selbst in der Hand halten, bzw. viele Jahre Freude an ihnen im eigenen Garten haben.
Ich habe neben einigen gartenhaften Zuchtsorten auch viele Wildarten im Sortiment. Das hat zweierlei Gründe. Einmal sind Wildarten sehr viel haltbarer und kommen verläßlich jedes Frühjahr wieder. Andererseits können wir alle durch den Anbau solcher Pflanzen im eigenen Garten aktiv zum Schutze unserer gefährdeten Kulturlandschaft beitragen. Ich habe also sowohl Zuchtsorten, als auch Wildpflanzen da. So ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Es beginnt bereits bei der Anzucht. Während heute moderne Verfahren, wie das Klonen von Jungpflanzen in Labors üblich sind, baue ich ausschließlich auf Teilung, Aussaat und Stecklinge. Dabei ist natürlich viel mehr Geduld erforderlich, als bei den neuzeitlichen industriellen Methoden. Jedoch zahlt sich die Mühe letztlich aus, weil mein Sortiment vielfältiger und meine Pflanzen ausdauernder und vitaler, als das Industrieprodukt sind.
Gesunde und vitale Pflanzen, die das ganze Jahr in der freien Natur und an der sauberen Luft des Saaletales zubringen, wachsen kräftig, sind widerstandsfähig und haben keine Schädlinge und Krankheiten zu befürchten. Daher brauche ich auch keine Pestizide oder Wachstumsbeschleuniger. Auch Blattgrünverstärker, Konservierungsstoffe oder Glanzmittel, wie sie oftmals in der industriellen Vorbereitung zum Verkauf in Super- und Baumärkten verwendet werden, sind überflüssig.
Nach einer Anwachsphase von etwa drei Wochen nach der Anzucht werden die heranwachsenden Pflanzen in das freie Land ausgeräumt. Hier bekommen sie alle individuelle Pflege, die sie brauchen und werden nur mit natürlichen Dingen versorgt. So erhalten alle Stauden beim Gießen Regenwasser und natürliche Nährstoffe und Mineralien. Täglich, also jeden Morgen, kontrolliere ich die Gesundheit und Wuchskraft der Pflanzen.
Trotz des hohen Arbeitsaufwandes sind meine Pflanzen nicht teurer, ja sogar oftmals deutlich preiswerter, als in den großen Einkaufszentren. Das liegt ganz einfach daran, weil ich alles hier vor Ort selbst heranziehe und nicht aus Afrika oder China importieren muß, wie das bei solchen Angeboten im Baumarkt ja oft der Fall ist. Außerdem muß ich nicht millionenschwere Gewinne machen, um hunderte Aktionäre zufriedenzustellen.
In vielen Teilen Deutschlands gibt es längst keine produzierenden Gärtnereien mehr. Viele Inhaber kaufen ihre Blumen und Pflanzen vom LKW herunter und betreiben nur noch Handel. Diese Stauden werden aufwendig aus fernen Ländern importiert. Daher sehe ich es als meine Aufgabe an, Gartenfreunde aus diesen Gegenden an der Qualität und Nachhaltigkeit natürlicher Pflanzen teilhaben zu lassen. Die Qualität der Versandleistung ist also die zweite große Säule meines Gärtnerdaseins.
Pflanzen zu verschicken, so daß sie keinen Schaden erleiden, ist gar nicht so einfach. Seit dem Jahre 2000 habe ich meine besten Erfahrungen in den Pflanzenversand einfließen lassen. Daher wird nur in reine und unbehandelte Holzwolle verpackt. Sie reguliert die Feuchtigkeit im Paket und schützt vor Stürzen und Stößen. Sie ist, wie der Karton, der zu 100% aus Altpapier besteht, vollständig biologisch abbaubar. Der Versand dauert nur ein, höchstens zwei Tage, so daß ihn die Pflanzen ohne Schaden überstehen.