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Warum diese Seite entstanden ist. Viele schöne Gartenblumen führen Giftstoffe. Bei einigen ist es allgemein bekannt, bei anderen wieder nicht. Die bekannten Arten werden oft gemieden, obwohl es sich um prächtige Zierpflanzen handelt. Ich möchte durch diesen kurzen Beitrag mit einigen Vorurteilen aufräumen und klarstellen, daß jeder Gartenfreund auch solche Gartenblumen ohne Bedenken pflanzen kann, wenn er damit verantwortlich umgeht. Alles ist Gift, nichts ist Gift Diesen Satz des Paracelsus kennen wir alle. Aus einer Reihe bekannter Gartenstauden werden Medikamente gewonnen, so z.B. Fingerhut oder Adonisröschen. Wohldosiert helfen diese Gifte dem Menschen. Das bedeutet für uns Pflanzenfreunde, daß wir nicht sofort tot umfallen, wenn wir beispielsweise einen Blauen Eisenhut berühren. Außerdem wollen wir uns am Anblick der Pflanzen erfreuen und sie nicht verspeisen. Wie man sich am besten vergiften kann. Dazu ist in den meisten Fällen der Verzehr giftiger Pflanzenteile, meistens verlockend aussehende Beeren, notwendig. Dabei führt eine Vergiftung in den wenigsten Fällen zum Ableben. Eher kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen und Sehstörungen. Bei solchen Symptomen sucht man besser den Arzt auf. Pflanzengifte können aber auch über die Haut aufgenommen werden, z.B. bei Pflegearbeiten. Also waschen wir uns nach der Arbeit gründlich unter fließendem warmem Wasser die Hände oder tragen Handschuhe. Ich bin nun seit 16 Jahren Gärtner und habe immer wieder mit giftigen Pflanzen zu tun gehabt. Aber eine Vergiftung habe ich mir noch nie zugezogen. Gefährlich ist die Annahme, wenn Tiere, z.B. Vögel, Pflanzenteile verspeisen, dann sind diese auch für den menschlichen Verzehr geeignet. Viele Tiere sind gegen Stoffe immun, die beim Menschen zu Vergiftungen führen können. Kinder im Garten sind der häufigste Grund dafür, warum sich viele Menschen gegen die eine oder andere Pflanze entscheiden. Dabei besteht auch hier eigentlich keine Gefahr. Als Giftpflanzen ausgewiesene Stauden und Gehölze führen nicht immer in allen ihren Teilen Gift. Manchmal ist es nur die Wurzel, in anderen Fällen nur die Stengel oder nur die Früchte. Nun ist die Wahrscheinlichkeit gering, daß ein kleines Kind die Wurzel z.B. der Christrose ausgräbt und verzehrt. Hier muß sich der Kleingärtner genau erkundigen. Wirklich gefährdend sind Stauden oder Gehölze, die schöne aber giftige Beeren ausbilden. Das ist z.B. beim Maiglöckchen oder der Eibe der Fall. Seltener würde ein Kind auf die Idee kommen, Blätter vom Blauen Eisenhut oder der Trollblume zu verzehren. Verantwortung ist gefragt Sehr kleine Kinder, die noch alles in den Mund stecken, was sie finden, gehören ohnehin immer unter Aufsicht, egal, ob in der Wohnung oder im Garten. Werden sie dann größer, kann man ihnen erklären, warum sie diese Pflanze nicht essen dürfen bzw. keine Teile abreißen u.s.w. Ich habe selbst eine kleine Tochter und kultiviere seit Jahren verschiedene giftige Pflanzen in meinem Hausgarten. Abgesehen von der Gärtnerei. Ich habe es ihr erklärt und siehe da - sie lebt heute noch und hatte nie eine Vergiftung. Ausnahmen von der Regel Einige Pflanzen gehören tatsächlich nicht in den Garten. Das sind solche, die schon bei Berührung Vergiftungen der Haut hervorrufen, wie z.B. Heracleum, der Riesenbärenklau, ebenso Rhus-Arten, die Verwandschaft des Essigbaumes (dieser selbst kann durchaus gepflanzt werden). Mal ganz abgesehen davon, daß es sich auch oft um Pflanzen von zweifelhaftem Zierwert und üblen Geruch handelt, die sehr schnell zum lästigen Unkraut werden können. Kenntnisse der Arten sind also sehr wichtig. Abschließend führe ich deshalb eine Liste von giftigen Zierpflanzen auf, die keinesfalls vollständig ist. Sie werden erstaunt sein, wieviele Bekannte Sie dabei treffen. Pflanzen, bei denen Sie sich selbst sagen werden: "Da ist doch noch NIE etwas passiert !". Eben darum habe ich diesen Beitrag geschrieben. |
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Aconitum-Arten Adonis-Arten Aqueligia-Arten Aristolochia Colchicum autumnale Convallaria majalis Corydalis cava Cytisus scoparius Datura-Arten Dicentra spectabilis Digitalis-Arten Eranthis hyemalis Euonymus europaeus Euphorbia cypasissias Galanthus nivalis Helleborus niger Juniperus horizontalis Laburnum anagyrioides Nerium oleander Leucopersicon esculentum Ranunculus-Arten Ricinus communis Trollius-Arten Vinca minor |
Eisenhut Adonisröschen Akelei Pfeifenwinde, Kletterpflanze Herbstzeitlose Maiglöckchen Lerchensporn Ginster Engelstrompete Tränendes Herz Fingerhut Winterling Pfaffenhütchen Zypressenwolfsmilch, Gartenunkraut Schneeglöckchen Christrose Kriechender Wachholder Goldregen Oleander Tomate, Blätter Ranunkeln Rhizinus Trollblume Immergrün, Bodendecker |